Reha - was erwartet mich?

Chronische Erkrankungen wirken sich auf viele Bereiche Ihrer Erwerbsfähigkeit aus. Eine medizinische Rehabilitation ist deswegen multiprofessionell und multimodal konzipiert. Das bedeutet, dass Sie nicht nur von Ärzten, sondern auch – individuell gestaltet und entsprechend Ihrer Erkrankung – von Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern und/oder Ernährungsexperten betreut werden.




Bei vielen Erkrankungen nimmt die Bewegungstherapie einen großen Raum ein, das bedeutet Krankengymnastik und Kraft- und Ausdauertraining, z. B. Gerätetraining, Nordic Walking oder Training auf dem Ergometer.




Des Weiteren werden Patientenschulungen durchgeführt: Sie klären über Erkrankungen auf und vermitteln Techniken, um mit Einschränkungen, Schmerz und Stress besser umgehen zu können. Es gibt auch Patientenschulungen zur Rauchentwöhnung und geeigneter Ernährung bei CED.




Einen hohen Stellenwert haben zudem Therapien, Beratungen und Einzelgespräche, die einen konkreten Arbeitsplatzbezug aufweisen. Diese sollen Ihnen helfen die körperlichen und psychischen Arbeitsanforderungen besser zu bewältigen.




Informationen zu:


Reha-Ablauf
  • wie gestaltet sich die Anreise?
  • Was passiert an meinem ersten Tag in der Klinik?
  • Wie gestaltet sich der Tagesablauf?


Maßnahmen und Angebote
  • welche Angebote und Maßnahmen erwarten mich in der Reha?
  • gibt es spezielle Angebote für CED-Patienten?




(HP Mölln:)
Nachdem Sie uns Ihre Rehaziele genannt haben – z.B. im vor der Reha ausgefüllten Fragebogen und zusätzlich im Aufnahmegespräch mit Ihrem Stationsarzt – werden realistische und erreichbare Therapieziele vereinbart. Der Stationsarzt verordnet die Behandlungen, die Ihre individuellen Anforderungen berücksichtigen.


Die Behandlungen finden in der Regel in Gruppen-, aber auch in Einzelgesprächen und -behandlungen statt. So lernen Sie zusätzlich von ähnlich Betroffenen, wie Sie Ihre Probleme bewältigen können. Das hat sich als sehr wirksam herausgestellt, denken Sie nur an die positive Wirkung von Selbsthilfegruppen.


Wesentliche Bestandteile der internistischen Rehabilitation sind Information bzw. Schulung – ergänzt durch körperliches Training und Entspannungstechniken mit dem Ziel der Verbesserung der Belastbarkeit. Wenn dies alles erfolgreich sein soll, strengt es auch zunächst an.


Wir möchten, dass Sie trotz Ihrer gesundheitlichen Probleme wieder möglichst alles im Alltag und am Arbeitsplatz durchführen können, was von Ihnen verlangt wird und was Sie selbst möchten. Deshalb halten wir sie auch zur vermehrten körperlichen Bewegung und gesundheitsbewußten Ernährung an, die Sie in letzter Zeit möglicherweise vernachlässigt haben. Das kann vorübergehend zu vermehrten Beschwerden führen. Ganz ohne diese ist jedoch oft kein Erfolg möglich.


Zur Anreise bringen Sie bitte aktuelle Arzt- und Krankenhausberichte mit. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass uns schon Unterlagen vorliegen – der Datenschutz funktioniert oft besser als Sie es für möglich halten. Verstauen Sie diese Unterlagen nicht zu tief in Ihrem Koffer, denn Sie brauchen sie griffbereit.


Teilen Sie uns bitte mit, wann und womit (Bahn, Auto, Taxi) Sie anreisen, damit wir uns auf Sie vorbereiten können.


In der Klinik werden Sie von Mitarbeiterinnen im Pflegedienst empfangen. Sie beziehen Ihr Zimmer und treffen Ihre Stationsärztin / Ihren Stationsarzt zum Aufnahmegespräch. Er ist durch den von Ihnen ausgefüllten „Fragebogen zum Aufnahmegespräch“ und die weiteren ärztlichen Unterlagen (z. B. die Rehafähigkeitsbescheinigung des Hausarztes), die Sie ihm aushändigen, über Ihre gesundheitliche Situation bereits vorinformiert. Er wird Ihnen aber zusätzliche Fragen stellen, um Ihre Probleme genauer erfassen zu können.


Es schließt sich die körperliche Untersuchung an. Nun ist der Arzt ausreichend informiert, um mit Ihnen die Rehaziele zu vereinbaren. Die Aufnahmeuntersuchung schließt mit der Verordnung des Therapieplans und ggf. weiterer notwendiger Untersuchungen.


Bei über 40-jährigen Rehabilitanden oder Patienten mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems schreiben wir ein EKG, um u. a. sicher zu stellen, dass Sie durch die Belastungen der Rehatherapie nicht gefährdet werden.


Am nächsten Tag nehmen wir Ihnen Blut ab, um wichtige Informationen zu Ihrer Erkrankung und deren augenblicklichen Status zu bekommen, aber auch um gezielt nach weiteren, bisher unbekannten Erkrankungen zu suchen.


In den ersten Tagen informieren wir Sie in verschiedenen Veranstaltungen nach und nach über den Ablauf der Rehabilitation sowie über die Behandlungsgrundlagen und -ziele. Sie werden verstehen lernen, welche Faktoren für eine erfolgreiche Rehatherapie erforderlich sind. Für Rückfragen oder bei Besonderheiten stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen im Pflegedienst und unsere Ärzte gern zur Verfügung.


Ihr Stationsarzt erstellt über die Rehabilitation einen Abschlussbericht. Darin werden die Probleme aufgeführt, die die Rehabilitation notwendig machten und die Untersuchungsbefunde und der Verlauf beschrieben. Außerdem erfolgt eine sozialmedizinische Beurteilung, in der wir festhalten müssen, wie wir Ihre berufliche Leistungsfähigkeit für die letzte Tätigkeit und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einschätzen. Damit dies zutreffend erfolgen kann, benötigen wir Ihre Mitarbeit. Denn nur bei einer schlüssigen Begründung können Sie die sozialen und beruflichen Hilfen erhalten, die für solche Fälle vorgesehen sind.


Wir informieren Sie über etwaige Angebote der Rehabilitations-Nachsorge, vereinbaren diese mit Ihnen und verordnen sie sofern möglich.

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